KURBELSTÜTZEN

Camper 1x1

Was sind Kurbelstützen?

Erklärung, Funktion & Tipps fürs Camping

 

Wer schon einmal in einem Wohnwagen geschlafen hat, kennt das: Wenn sich jemand bewegt, schwingt der ganze Aufbau leicht mit. Genau hier kommen Kurbelstützen ins Spiel. Sie werden nach dem Einparken und Ausrichten des Fahrzeugs ausgefahren – meist an den vier Ecken des Wohnwagens oder Caravans.

Die Funktionsweise ist einfach: Über eine Handkurbel oder einen Akkuschrauber mit passendem Adapter wird eine Spindel gedreht, die die Stütze nach unten bewegt. Unten sitzt eine breite Fußplatte, die sich auf dem Boden abstützt. Dadurch wird das Fahrzeug in seiner Position fixiert.

Kurbelstützen sind in der Regel aus verzinktem Stahl oder Aluminium gefertigt, um Rost zu vermeiden. Manche Modelle besitzen zusätzlich einen Schmutzschutz oder Kunststoffgleitlager, damit die Mechanik leichtgängig bleibt.
Es gibt Scherenstützen (klassisch und robust) sowie Teleskopstützen (leichter, platzsparender). Für besonders weiche Böden empfiehlt sich eine Unterlage aus Holz oder Kunststoff, damit die Stützen nicht einsinken.

Wichtig ist: Kurbelstützen sind keine Wagenheber! Sie stabilisieren den Caravan, dürfen aber nicht zum Anheben oder Ausrichten des gesamten Fahrzeugs genutzt werden. Zu starkes Anziehen kann die Karosserie verziehen oder den Rahmen beschädigen.

 

Anwendungsbeispiele im Camping

Typischerweise kommen Kurbelstützen auf dem Campingplatz oder Stellplatz zum Einsatz, nachdem der Wohnwagen ausgerichtet wurde. Sie werden gleichmäßig abgesenkt, bis das Fahrzeug ruhig steht – etwa beim Betreten, Kochen oder Schlafen.
Auch bei längerem Stand (z. B. beim Saisoncamping) helfen sie, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen und den Aufbau zu schonen. In Kombination mit Auffahrkeilen ergibt sich eine stabile, waagerechte und komfortable Basis.

 

Vorschriften und Sicherheitshinweise

Kurbelstützen dürfen nur auf festem Untergrund verwendet werden. Auf weichem Boden sind Unterlegplatten empfehlenswert. Bei der Fahrt müssen alle Stützen vollständig eingefahren und gesichert sein, sonst drohen Schäden oder Bußgelder.
Die Mechanik sollte regelmäßig gereinigt und leicht gefettet werden, besonders nach Regen oder Fahrten auf Schotter. So bleiben sie leichtgängig und korrosionsfrei.

Hinweis: keine Rechtsberatung; regionale Unterschiede möglich.

 

FAZIT

 

Kurbelstützen sind kleine, aber unverzichtbare Helfer für ruhiges, sicheres Stehen auf dem Stellplatz. Sie sorgen für Stabilität und Komfort – vom gemütlichen Frühstück bis zur ruhigen Nacht. Wer sie sorgfältig nutzt und pflegt, verlängert ihre Lebensdauer und schont seinen Caravan.

 

THOMAS

Technikfreund on Tour


FAQ

Wie viele Kurbelstützen hat ein Wohnwagen?

+
In der Regel vier – je eine an jeder Ecke des Rahmens.

Kann man Kurbelstützen elektrisch bedienen?

+
Ja, es gibt Nachrüstsätze mit Elektromotor, die per Knopfdruck arbeiten.

Darf man den Wohnwagen mit Kurbelstützen anheben?

+
Nein. Sie dienen nur der Stabilisierung, nicht dem Anheben.

Wie weit sollen Kurbelstützen ausgefahren werden?

+
Nur so weit, bis sie festen Bodenkontakt haben – ohne den Rahmen anzuheben.

Was tun, wenn die Kurbelstütze klemmt?

+
Mit Rostlöser behandeln, Spindel reinigen und leicht fetten.

Kann ich einen Akkuschrauber verwenden?

+
Ja, mit passendem Adapter. Drehmoment niedrig einstellen, um Überlastung zu vermeiden.

Sind Kurbelstützen bei jedem Untergrund geeignet?

+
Ja, aber bei weichem Boden sind Stützplatten sinnvoll, um Einsinken zu vermeiden.

Wie pflegt man Kurbelstützen richtig?

+
Regelmäßig reinigen, schmieren und auf Rost prüfen – besonders nach Winterlagerung.

Was passiert, wenn man mit ausgefahrenen Stützen losfährt?

+
Das kann schwere Schäden verursachen. Immer Sichtkontrolle vor Abfahrt!

Wie lange halten Kurbelstützen?

+
Bei guter Pflege viele Jahre – oft so lange wie der Caravan selbst.

Erstellt: 09.12.2025

Letzte Änderung: 09.12.2025