Ein Vorzelt, das über die gesamte Länge des Wohnwagens eingezogen wird, eignet sich für Reisen, Saison- oder Dauercamping und sorgt für eine deutliche Vergrößerung des Wohnraums. Der (am Zelt) angebrachte Keder wird in die vorhandene Kederschiene am Wohnwagen eingezogen und das Vorzelt somit mit dem Wohnwagen verbunden. Wegen des zeitintensiven Aufbaus wird der Einsatz bei eher längeren Aufenthalten empfohlen. Für alle spontanen Camper, die vielleicht nur ein paar Tage auf dem Campingplatz verbringen möchten, eignen sich besonders sogenannte Reisevorzelte.


Vorzelte aus der Frankana Freiko Kollektion


 

Der Unterschied: Reise, Saison-/Dauervorzelte und Teilzelte

Reisevorzelte

Das klassische Reisevorzelt eignet sich für kurze Urlaubsreisen und nicht für den langfristigen Einsatz. Reisevorzelte sind leicht und einfach aufzubauen. Außerdem besitzen sie ein geringes Packmaß und Gewicht.
UV-Strahlung und extreme Wettereinflüsse stellen immer höhere Anforderungen an Material und Ausstattung. Daher ist ein guter Sonnenschutz das A und O bei einem guten Vorzelt.
Abgedeckte Reißverschlüsse sind dichter und halten länger. Überschweißte Dachnähte sorgen für eine zuverlässige Dichtheit. Beide Qualitätsmerkmale bedeuten einen Mehraufwand, der sich definitiv lohnt.

Saison- und Dauervorzelte

Saison- und Dauervorzelte sind die wohl aufwendigsten Vorzelttypen. Für sie wird beidseitig PVC-beschichtetes Material verwendet. Das Material muss den Ansprüchen entsprechend reiß- und abriebfester sein. Schwitzwasserbildung tritt sowohl bei einseitig als auch bei beidseitig beschichtetem Material auf. Allerdings nehmen einseitige Beschichtungen die Feuchtigkeit ins Gewebe auf. Für den Dauereinsatz kommen daher nur beidseitige Beschichtungen in Frage.
Zelte für Saison- oder Ganzjahreseinsatz sind meistens mit zusätzlicher Ausstattung versehen, zum Beispiel mit doppeltem Erdstreifen und Fensterklappen. Durch die Verwendung robuster Materialien haben diese Zelte ein höheres Gewicht und ein größeres Packmaß.

Teilzelte für den Wohnwagen

Bei Teilvorzelten wird nicht die gesamte Länge des Wohnwagens abgedeckt. Dadurch sind sie unabhängig vom Umlaufmaß des Wohnwagens. Aufgebaut werden sie zunächst wie größere Zelte.
Mit einem Teilzelt sind Sie allerdings viel flexibler, da es an verschiedene Fahrzeuge passt und sowohl mittig als auch rechts oder links montiert werden kann. Bitte beachten Sie, dass Fenster und Öffnungen nicht verdeckt werden.
Besonders auf Kurzreisen oder beim Wintercamping ist der schnelle Aufbau von Vorteil und Wintercamper profitieren zusätzlich von der geringen Zelttiefe. Die daraus resultierende steilere Dachfläche bewirkt, dass Schnee einfach hinabgleiten kann.


 

Wissenswertes rund ums Thema Vorzelte

Extra Platz durch Schlafkabinen!

Schaffen Sie mit dem optional erhältlichen Innenzelt schnell und einfach einen Schlafbereich in Ihrem freistehenden Vorzelt. Es lässt sich ganz einfach mittels Haken befestigen und bietet Platz für bis zu zwei Personen. Ideal für Gäste, Kinder, die sich mehr Privatsphäre wünschen, oder für alle, die lieber draußen schlafen.


Was ist ein Verandaeffekt?

Ein Verandaeffekt wird beim Vorzelt erzielt, wenn sich die Fenster und Türen der Vorderwand komplett herunterklappen lassen. Er sorgt für frische Luft und warme Sonnenstrahlen im Vorzelt. Verandastangen sind meist als Zubehör erhältlich.


Abstand zum Boden – Erdstreifen

Der Abstand von der Stoffunterkante zum Erdboden kann von Wohnwagen zu Wohnwagen und je nach Bodenverhältnissen variieren. Der Erdstreifen soll dabei mindestens so hoch stehen, dass die Abspanngummis gespannt werden können. Der Rest des Erdstreifens liegt auf dem Boden auf. Darauf können dann die Bodenplane und der Teppich verlegt werden.

Das passende Gestänge!

Gestängetypen: Airtube, Stahl, Aluminium, Fiberglas.

Bei einem Gestänge werden für die Dachstangen Vorzeltösen benötigt, die noch zum Teil an die Fahrzeugwand montiert werden müssen. Bei manchen Vorzelten ist ein zweiter Keder zum Befestigen dieser Ösen vorgerüstet. Damit enfällt die Montage am Fahrzeug.


Vorzeltgröße selbst bestimmen!

Messen Sie das Umlaufmaß Ihres Caravans auf ebener Fläche und bei stehendem Fahrzeug, indem Sie eine Kordel (A) durch die Kederleiste wieder zum Erdboden (B) führen.
Anhand des ausgemessenen Umlaufmaßes finden Sie dann die passende Größe für Ihren Wohnwagen, Ihr Reisemobil oder Ihren Bus.

Wie wird das Zelt befestigt?

Am Fahrzeug befindet sich meist eine Kederschiene. Dabei handelt es sich um ein Alu- oder Kunststoff-Profil, das den Keder am Zelt aufnimmt. Kederschienen können auch nachträglich angebracht werden und sehen im Querschnitt wie ein „C” aus. Die Wulst oder der Keder wird in die Kederschiene eingeführt. Vorzeltseitig unten am Fahrzeug ist auch eine Kederschiene. Hier wird waagerecht die Windblende oder Bodenschürze eingeführt. Somit kann zum Vorzelt auch diese Seite winddicht verschlossen werden.

Einzug des Zelts in die Kederschiene
Überprüfen Sie zunächst Ihre Schiene auf scharfe Kanten! Damit der Keder besser in die Schiene gleitet, empfehlen wir diese mit unserem Einzugsspray Zip Fit (Art-Nr. 450/305) einzusprühen.
Natürlich sollte das Vorzelt mit dem oft mitgelieferten Abspannmaterial sowie mit Heringen gesichert werden. Auch ein Sturmbandset gibt dem Zelt den richtigen Halt beim nächsten Sturm. Meist sind an den Vorzelten bereits die entsprechenden Vorrichtungen angebracht, sodass ganz einfach das passende Sturmbandset montiert werden kann.


 

Heckzelte und Bus-/Reisemobilvorzelte

Heckzelte für Bus und Van

Mit einem Heckzelt gewinnen Sie vielfach nutzbaren Platz mit Stehhöhe, direkt am Fahrzeug. Nutzen Sie es zum Duschen, Umziehen, Kochen oder Schlafen oder einfach als Stauraum für Fahrräder. Die ideale Lösung für alle, die schnell zusätzlichen Platz benötigen oder auf dem Campingplatz nur wenig Platz neben bzw. hinter dem Fahrzeug haben.
Freistehende Heckzelte sind perfekt, wenn Sie mit dem Bus auch einmal den Campingplatz verlassen wollen. Viele andere Heckzelte werden dann ohne Gestänge direkt am Fahrzeug (meist an der Heckklappe) befestigt.

Bus- und Reisemobilvorzelte

Für Einsteiger eignen sich Busvorzelte. Meist ohne festen Boden und mit einer niedrigen Wassersäule ausgestattet sind sie ideal für Ihren Sommerurlaub. Eine moderne Lösung bieten Busvorzelte mit Luftgestänge inkl. Innenboden. Gerade durch eine hohe Wassersäule und gute Belüftung sind sie auch für den Einsatz im Herbst, an der See oder in nördlichen Urlaubsländern bestens geeignet.
Die meisten Busvorzelte sind freistehend und verfügen über die Möglichkeit, eine Rückwand einzuziehen, damit das Busvorzelt komplett geschlossen werden kann. Somit können Sie tagsüber mit Ihrem Fahrzeug Ihr Urlaubsziel erkunden und Ihre Campingausrüstung im Busvorzelt am Campingplatz zurücklassen.


 

Sonnendächer

Sonnendächer sind für eine Reise ideal. Sie sind meist mit wenig Gestänge leicht zu montieren. Für den unterschiedlichen Einsatz entscheidend sind Material und Ausführung. Es gibt zum Beispiel reine Sonnendächer, die zwar extrem leicht sind, aber keinen Schutz vor Regen bieten.
Die Sonnendächer können teilweise oder an die komplette Fahrzeuglänge angepasst werden. Sie können mit Seitenteilen oder Vorderwand ergänzt werden.
Hochwertige Dächer bieten Schutz vor Regen und auch Wind. Der Schattenspender kann dort montiert werden, wo eine Kederschiene vorhanden ist – nicht nur an der Eingangsseite. Vario-Modelle passen an Fahrzeuge und können auch an bereits vorhandenen Vorzelten befestigt werden. Hier gibt es die Möglichkeit, am Dach passende Ösen für die Aufstellstangen des Vorzelts zu setzen.


 

So klappt die Anbringung des Vorzelts an Ihren Kastenwagen.

1. Standardbefestigung (mit Regenrinne):

Schleusenstab in Hohlsaum des Distanzstreifens einschieben. In Regenrinne einlegen und mit Klemmschelle fixieren.

2. Befestigung ohne Regenrinne:

Schleusenstab in Klappsauger klemmen. Schleusenstab auf dem Fahrzeugdach befestigen.

3. Befestigungssaugnäpfe:

Schleusenstab einfach in Befestigungssaugnapf einklemmen. Lackschonende Anbringung.

4. Befestigung mit Keder:

Mit Hilfe des Keder- Magnetadaptersets. Wird mit Keder und Profilen mit Zelt verbunden und haftet auf ebenen Fahrzeugdächern.