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Zum WhatsApp Camper KanalCamping für Anfänger | Erste Reise zur Orientierung




REISETAGEBUCH
Vom Tauchparadies zum Campinglück
Ein altes Wohnmobil, Freiheit und ganz viel Gemütlichkeit – warum wir das Camping nach Jahren plötzlich wiederentdeckt haben
Es gibt Dinge, von denen man glaubt, sie endgültig hinter sich gelassen zu haben. Camping gehörte für mich lange dazu. Als Kind war ich mit meinen Eltern Dauercamperin. Sommerferien bedeuteten Campingplatz, Vorzelt und Gemeinschaftsduschen. Und irgendwann, so mit Anfang 20, war plötzlich Schluss damit. Keine große Entscheidung, eher ein stilles „Ach nö, irgendwie nicht mehr.“
Stattdessen zog es mich in die Welt hinaus. Mein Mann Bernd und ich machten unseren Tauchschein, jagten den schönsten Unterwasserwelten hinterher und verliebten uns besonders in Thailand. Das war damals unser Sehnsuchtsort. Warmes Wasser, exotische Tauchspots und dieses Gefühl, völlig frei zu sein.
Dann kam unser Kind. Und mit ihm änderte sich vieles.
Familiencamping, Jobwechsel und ein neuer Blick
Wir liehen uns den Wohnwagen meiner Schwiegereltern aus und fuhren an den Gardasee. Achtmal sogar. Rückblickend muss ich sagen: Für Familien ist Camping einfach erstaunlich praktisch. Kindgerecht, unkompliziert und irgendwie entspannter als viele andere Urlaubsformen. Wir machten das noch ein paar Jahre weiter – und dann schlief auch diese Campingphase langsam wieder ein.
Corona kam dazu. Der Wohnwagen wurde verkauft. Camping verschwand erneut aus unserem Alltag.
Und dann wechselte ich meinen Job.
Als ich bei Frankana anfing, durfte ich mich plötzlich wieder intensiv mit Campingzubehör beschäftigen. Da war ich wieder, zurück in der Welt der Heringe und Klappstühle! „Irgendwie spannend – dieses Camping-Ding lässt mich einfach nicht los!“, wie ich damals lachend feststellte. Unser Kind war inzwischen groß genug, eigene Wege zu gehen. Viele Urlaube machten nur noch Bernd und ich gemeinsam.
Und vielleicht war genau das der richtige Zeitpunkt.
Der Abend, an dem alles wieder anfing
Im Februar 2025 kauften Freunde von uns ein Reisemobil. Wir besuchten sie auf einem nahen Stellplatz – eigentlich nur mal kurz. Spoiler: Es kam anders.
Wir saßen bis spät abends zusammen im warmen Camper, draußen Winterluft, drinnen Gelächter, Geschichten von früher und dieses gemütliche Gefühl, das man kaum erklären kann. „Weißt du noch damals …?“ war vermutlich der meistgesagte Satz an diesem Abend.
Und irgendwann wurde mir klar: Genau das hatte mir gefehlt.
Diese Einfachheit. Dieses Zusammensein. Dieses Unterwegssein ohne großes Programm.
Wir besuchten unsere Freunde danach noch ein paarmal auf verschiedenen Campingplätzen. Und langsam entstand der Wunsch, selbst wieder loszufahren.










Auf nach Fehmarn
Im Mai 2025 machten wir Ernst.
Wir mieteten bei einem örtlichen Vermieter ein kleines, teilintegriertes Wohnmobil und fuhren – mit einem heißen Tipp unserer Reiseredakteurin Miri – Richtung Fehmarn. Ein paar Tage am Strand, Wind in den Haaren, morgens Kaffee mit Blick aufs Wasser.
Es war nicht perfekt. Aber genau das machte es besonders.
Schon auf dieser ersten Reise merkten wir schnell, was wir wirklich brauchen. Und vor allem, was nicht. Enge zum Beispiel. Die romantische Vorstellung vom kleinen Campervan hatte sich für uns ziemlich schnell erledigt. „Wir müssen im Wohnmobil aneinander vorbeikommen“, sagte ich irgendwann lachend zu Bernd, nachdem wir uns zum gefühlt zehnten Mal gegenseitig im Weg gestanden hatten.
Ein neues Fahrzeug kam für uns trotzdem nicht infrage. Wir wussten ja noch gar nicht, ob Camping wirklich wieder ein fester Teil unseres Lebens werden würde. Außerdem wollten wir möglichst nachhaltig handeln.
Also begann die Suche nach einem gebrauchten Wohnmobil.














Die Suche nach Freddie
Wir klapperten Händler ab, schauten uns Vans und Reisemobile an und lernten dabei erstaunlich viel über uns selbst. Irgendwann war klar: Teilintegriert muss es sein.
Und dann fanden wir ihn online in unserer Region.
Freddie.
Ein Bürstner auf Fiat-Ducato-Basis, Baujahr 2004, aus dritter Hand und damals schon stolze 22 Jahre alt. Am 11. August schauten wir ihn an. Am 12. August holten wir ihn ab.








NACHKLANG
Manchmal reicht ein kleiner Moment, um die Perspektive zu ändern.
Für uns war dieser Moment ein Winterabend im Campervan von Freunden.
Und daraus wurde Freddie.
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Erstellet: 26.05.2026
Letzte Änderung: 26.05.2026