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Eiffelturm | Paris


Alles Wissenswerte für Ihre Reise
Eine Reise nach Frankreich mit dem Reisemobil bietet eine beeindruckende Vielfalt: von der rauen Atlantikküste über die Mittelmeerstrände der Côte d’Azur bis hin zu malerischen Dörfern, Weinregionen und den Alpen. Damit die Fahrt entspannt verläuft, sollten Sie sich vorab mit den wichtigsten Regelungen vertraut machen. Besonders relevant sind Umweltzonen, Mautgebühren, Gewichtsvorschriften, Campingbestimmungen sowie spezielle Regelungen für Oldtimer-Reisemobile.
Umweltzonen (ZFE) und die Crit'Air-Plakette
In Frankreich heißen die Umweltzonen „Zones à Faibles Émissions“ (ZFE).
Das System der Umweltzonen bleibt weiterhin bestehen und betrifft zahlreiche größere Ballungsräume, darunter beispielsweise Paris, Lyon, Marseille und Straßburg.
Für die Einfahrt in diese Zonen wird in der Regel die französische Crit'Air-Plakette benötigt. Deutsche Umweltplaketten werden nicht anerkannt.
Die Einstufung erfolgt nach verschiedenen Fahrzeugmerkmalen, unter anderem nach Erstzulassung und Schadstoffklasse. Ältere Fahrzeuge erhalten teilweise keine Crit'Air-Plakette und dürfen bestimmte Umweltzonen daher möglicherweise nicht befahren.
Besonderheiten für Oldtimer
Für Oldtimer mit deutschem H-Kennzeichen gibt es keine landesweit einheitliche Ausnahme von den Umweltzonenregelungen.
Einzelne Städte oder Metropolen können Ausnahmen oder Sonderregelungen für historische Fahrzeuge vorsehen. Teilweise bestehen Möglichkeiten für zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigungen oder Sonderregelungen. Die konkreten Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch regional.
Wer mit einem Oldtimer-Reisemobil Umweltzonen befahren möchte, sollte sich deshalb vor Reiseantritt bei den jeweiligen Städten oder zuständigen Behörden über die aktuell geltenden Regelungen informieren.
Wichtig ist außerdem, die Fahrzeugpapiere mitzuführen, um den historischen Status des Fahrzeugs gegebenenfalls nachweisen zu können.
Crit'Air-Plakette bestellen
Falls Ihr Fahrzeug die Voraussetzungen erfüllt, sollte die Crit'Air-Plakette ausschließlich über die offizielle französische Regierungsseite bestellt werden:
certificat-air.gouv.fr
Die Kosten liegen in der Regel bei rund 5 Euro inklusive Versand nach Deutschland.
Gewichtsschwellen
Das zulässige Gesamtgewicht beeinflusst in Frankreich unter anderem Tempolimits, Mautgebühren und zusätzliche Pflichten.
Reisemobile bis 3,5 Tonnen
Es gelten grundsätzlich die Pkw-Geschwindigkeiten.
Innerorts gilt in der Regel Tempo 50.
Auf Landstraßen sind meist 80 km/h erlaubt.
Auf Schnellstraßen gelten üblicherweise bis zu 110 km/h.
Auf Autobahnen sind bei trockener Fahrbahn bis zu 130 km/h möglich.
Bei Regen gelten auf Schnellstraßen und Autobahnen niedrigere Höchstgeschwindigkeiten.
Bei der Maut erfolgt häufig eine Einstufung in Klasse 2, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Reisemobile über 3,5 Tonnen
Für schwere Wohnmobile gelten teilweise abweichende Höchstgeschwindigkeiten.
Die Fahrzeuge werden meist in die Mautklassen 3 oder 4 eingestuft.
Die vorgeschriebenen „Angles Morts“-Aufkleber (Warnhinweise für den toten Winkel) müssen angebracht werden.
Bestimmte Überholverbote können auch für schwere Wohnmobile gelten.
Vor Reiseantritt empfiehlt es sich, die aktuell geltenden Vorschriften für das jeweilige Fahrzeuggewicht zu prüfen.
Parken, Übernachten und Wildcampen
Beim Freistehen wird in Frankreich grundsätzlich zwischen Parken und Camping unterschieden.
Parken und Übernachten
Wohnmobile dürfen grundsätzlich dort parken, wo dies nicht ausdrücklich verboten ist und keine örtlichen Einschränkungen bestehen.
Das Übernachten im Fahrzeug wird vielerorts toleriert, solange kein Campingverhalten erkennbar ist. Als Orientierung wird häufig eine maximale Parkdauer von sieben Tagen genannt, sofern keine andere Regelung ausgeschildert ist.
Wann gilt es als Camping?
Sobald Gegenstände außerhalb des Fahrzeugs genutzt werden oder das Fahrzeug sichtbar zum Aufenthalt eingerichtet wird, kann dies als Camping eingestuft werden.
Dazu gehören beispielsweise:
ausgefahrene Markisen
aufgestellte Tische und Stühle
Auffahrkeile
Satellitenschüsseln
sonstige Campingausrüstung außerhalb des Fahrzeugs
Je nach Ort und Gemeinde können hierfür Bußgelder verhängt werden.
Bereiche mit besonderen Einschränkungen
Zusätzliche Verbote oder Einschränkungen bestehen häufig:
an Küsten und Stränden
in Nationalparks
in Naturschutzgebieten
in Trinkwasserschutzgebieten
im Umfeld geschützter historischer Sehenswürdigkeiten
auf entsprechend beschilderten Flächen
Insbesondere in touristisch stark frequentierten Regionen kontrollieren viele Gemeinden die Einhaltung ihrer Regelungen verstärkt.
Legale Alternativen
Frankreich bietet zahlreiche legale Übernachtungsmöglichkeiten:
Viele Gemeinden betreiben eigene kommunale Campingplätze. Diese gelten häufig als preiswerte und unkomplizierte Alternative zu privaten Campingplätzen.
Das Netzwerk France Passion ermöglicht Reisemobilreisenden Übernachtungen bei Winzern, Bauernhöfen und regionalen Produzenten. Nach Angaben des Betreibers stehen hierfür mehrere Tausend Gastgeber in ganz Frankreich zur Verfügung.
Frankreich verfügt über eines der dichtesten Netze offizieller Wohnmobilstellplätze in Europa. Viele Plätze bieten Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten und sind kostenlos oder kostengünstig nutzbar.
Free-Flow-Maut: Schrankenlose Autobahnen
Frankreich stellt Teile seines Autobahnnetzes schrittweise auf sogenannte Free-Flow-Mautsysteme um.
Betroffen sind unter anderem Abschnitte der:
A13
A14
A79
Dabei erfassen Kameras das Kennzeichen während der Fahrt.
Wer keine Mautbox nutzt, muss die Maut innerhalb der vom Betreiber vorgegebenen Frist begleichen. Diese beträgt auf den betreffenden Strecken häufig bis zu 72 Stunden. Die Zahlung erfolgt online oder an dafür vorgesehenen Terminals.
Für regelmäßige Frankreich-Reisende können Mautboxen wie beispielsweise Bip&Go oder Fulli die Abwicklung vereinfachen.
Panne auf der Autobahn
Auf französischen Autobahnen gelten besondere Regeln für Pannenfälle.
Bei einer Panne müssen autorisierte Abschlepp- und Pannendienste verständigt werden. Dies geschieht über die Notrufsäulen entlang der Autobahn oder über die Notrufnummer 112.
Die Kosten für das Abschleppen bis zur nächsten geeigneten Werkstatt sind staatlich geregelt. Anschließend können – abhängig vom jeweiligen Vertrag – Leistungen eines Schutzbriefs oder Automobilclubs greifen.
Wichtige Verkehrsregeln
Promillegrenze
Die gesetzliche Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille.
Handy und Kopfhörer
Die Nutzung eines Mobiltelefons in der Hand während der Fahrt ist verboten.
Auch Kopfhörer und Ohrstöpsel dürfen während der Fahrt grundsätzlich nicht verwendet werden. Zulässig sind fest installierte Freisprecheinrichtungen.
Kreisverkehre
In den meisten französischen Kreisverkehren haben Fahrzeuge innerhalb des Kreisverkehrs Vorfahrt. Die Regelung wird üblicherweise durch das Schild „Cédez le passage“ (Vorfahrt gewähren) an den Zufahrten angezeigt.
Alkoholtester
Eine Pflicht zum Mitführen eines Alkoholtesters besteht nicht.
Oldtimerfreundliche Reiseziele
Während Umweltzonen in manchen Großstädten zusätzliche Planung erfordern können, gibt es in Frankreich zahlreiche Regionen und Orte, die historische Fahrzeuge ausdrücklich willkommen heißen.
Einige Städte und Gemeinden beteiligen sich an Initiativen zur Förderung historischer Fahrzeuge und veranstalten regelmäßig Oldtimer-Treffen oder entsprechende Veranstaltungen. Für Liebhaber klassischer Reisemobile kann dies interessante Reiseziele entlang der Route bieten.
Wenn Sie mit einem modernen Reisemobil reisen
Mit einem modernen Reisemobil gestaltet sich die Nutzung der Umweltzonen meist unkomplizierter, da für neuere Fahrzeuge in der Regel eine Crit'Air-Plakette ausgestellt werden kann.
Die Regelungen zu Gewichtsklassen, Maut, Parken, Übernachten, Pannenhilfe und Verkehrsverhalten gelten unabhängig vom Fahrzeugalter.
FAZIT
Frankreich zählt zu den beliebtesten Reiseländern für Wohnmobilurlauber und bietet eine hervorragende Infrastruktur mit Stellplätzen, Campingplätzen und touristischen Angeboten.
Besonders wichtig sind die Themen Umweltzonen, Crit'Air-Plakette, Fahrzeuggewicht und lokale Regelungen zum Parken und Übernachten. Wer sich vor Reiseantritt über die aktuellen Bestimmungen entlang seiner Route informiert, kann die Reise entspannt genießen – egal ob mit modernem Reisemobil oder historischem Klassiker.
FAQ – FRANKREICH
Rechtlicher Hinweis
Verkehrs-, Umweltzonen-, Park- und Campingvorschriften können sich ändern und werden teilweise regional oder kommunal geregelt. Ebenso können sich Einreisebestimmungen, Sicherheitslagen sowie offizielle Reise- und Sicherheitshinweise kurzfristig ändern. Informieren Sie sich daher vor jeder Reise über die aktuellen Reisewarnungen und Sicherheitshinweise der zuständigen Behörden und offiziellen Informationsportale.
Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Informieren Sie sich vor Reiseantritt zusätzlich bei den zuständigen Behörden und offiziellen Informationsportalen über die aktuelle Rechtslage sowie die geltenden Reise- und Sicherheitsbestimmungen.
MUST HAVES FRANKREICH
Erstellt: 23.06.2026
Letzte Änderung: 23.06.2026