TARP
Camper 1x1
Was ist ein Tarp?
Erklärung, Einsatz & Tipps fürs Camping
Schon beim ersten Auspacken wird deutlich, wie simpel ein Tarp eigentlich ist: eine robuste, beschichtete Stoffbahn mit Ösen oder Schlaufen. Trotzdem steckt viel Praxisnutzen darin. Ein Tarp funktioniert wie ein improvisiertes Schutzdach, das man an fast jeder Situation anpasst – vom schattigen Platz am See bis zur improvisierten Kochstelle bei Regen.
Viele Camperinnen und Camper schätzen die freie Bauweise. Statt einem festen Gestänge nutzt man vorhandene Strukturen wie Bäume, Trekkingstöcke oder sogar das Dachgepäck des Autos. Dadurch entsteht ein luftiger Raum, der nicht einengt. Bei Hitze spendet ein Tarp angenehmen Schatten, bei leichtem Regen hält es trocken, und bei Wind kann man es niedrig abspannen, um eine Art Schutzwand zu formen.
Das Material ist typischerweise leicht, aber widerstandsfähig. Häufig kommen synthetische Stoffe mit wasserabweisender oder wasserdichter Beschichtung zum Einsatz. Diese trocknen schnell und lassen sich klein verstauen – ideal für Rucksacktouren oder Minimalgepäck. Die Form eines Tarps ist meist rechteckig oder hexagonal, was viele Aufbauvarianten ermöglicht. Schon kleine Änderungen beim fixieren können den Charakter des Schutzes komplett verändern: hoch und offen für Weitblick, flach und geschlossen für mehr Ruhe bei schlechtem Wetter.
Natürlich hat ein Tarp auch Grenzen. Es bietet keinen vollständigen Schutz vor kaltem Wind oder starkem Regen wie ein Zelt. Bei längeren Schlechtwetterphasen wird es schnell zugig. Dennoch wird es oft als Ergänzung genutzt – etwa als zusätzlicher Aufenthaltsraum, wenn das eigentliche Zelt zu klein wird. Nachhaltig ist ein Tarp ebenfalls: Durch die robuste Bauweise und die flexible Nutzung lässt es sich über Jahre hinweg auf verschiedenste Arten einsetzen, statt für alle Zwecke eigene Ausrüstung mitzunehmen.
Anwendungsbeispiele im Camping
Ein Tarp eignet sich besonders gut, wenn man unterwegs leichtes Gepäck bevorzugt. Rucksackreisende nutzen es oft als Kochplatz oder Regendach über dem Schlafsack. Auf dem Campingplatz wird es gern als Schattenfläche neben dem Zelt aufgebaut – etwa über einer Sitzgruppe. Familien verwenden es als Erweiterung zum Wohnmobil, wenn ein klassisches Vorzelt zu aufwendig wäre. Und beim Wildzelten dient ein Tarp häufig als windgeschützte Ecke, um morgens entspannt zu frühstücken.
Vorschriften und Sicherheitshinweise
Beim Aufbau sollte man darauf achten, dass das Tarp sturmfest abgespannt ist, damit sich keine gefährlichen Windangriffsflächen bilden. Seile und Heringe sollten gut sichtbar markiert sein, um Stolperfallen zu vermeiden. In vielen Campingplätzen ist darauf zu achten, dass sich die Konstruktion nicht über Wege oder fremde Parzellen erstreckt. In Deutschland – wie in vielen anderen europäischen Ländern – gelten beim Schutz von Naturflächen Regeln: In Naturschutzgebieten ist das Aufstellen eines Tarps oft nur eingeschränkt erlaubt.
Hinweis: keine Rechtsberatung; regionale Unterschiede möglich.
FAZIT
Ein Tarp ist eine leichte, flexible Lösung für zusätzlichen Schutz und mehr Aufenthaltsfläche beim Camping. Es eignet sich besonders für Menschen, die gern unkompliziert reisen oder flexibel bleiben möchten. Die offene Bauweise schafft ein luftiges Raumgefühl, hat aber naturgemäß Grenzen bei Starkregen und Kälte. Wer ein vielseitiges Stück Ausrüstung sucht, wird mit einem Tarp oft langfristig glücklich.
FAQ
Welche Größe sollte ein Tarp haben?
+Ist ein Tarp wasserdicht?
+Kann ein Tarp ein Zelt ersetzen?
+Wie spanne ich ein Tarp richtig ab?
+Brauche ich spezielle Heringe?
+Welches Material ist am langlebigsten?
+Wie schwer ist ein Tarp?
+Kann man ein Tarp auch als Windschutz nutzen?
+Wie pflegt man ein Tarp?
+Eignet sich ein Tarp auch für Wintertouren?
+Erstellt: 19.01.2026
Letzte Änderung: 19.01.2026



