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Tower Bridge – London


Alles Wissenswerte für Ihre Reise
Eine Reise mit dem Reisemobil durch England ist wunderschön, allerdings gibt es einige Besonderheiten, die man vorab kennen sollte. In den letzten Jahren wurden verschiedene Umweltzonen eingeführt und die Regelungen unterscheiden sich teilweise je nach Stadt, Fahrzeugklasse und Gewicht.
Besonders bei Oldtimer-Reisemobilen können Sonderregelungen greifen. Dennoch sollten die konkreten Anforderungen immer vor Reiseantritt über die zuständigen Behörden geprüft werden.
Umweltzonen in England (LEZ, ULEZ und CAZ)
In England wird zwischen verschiedenen Umweltzonen unterschieden. Besonders relevant sind London sowie Städte wie Birmingham, Bristol, Sheffield, Newcastle oder Bath.
London LEZ (Low Emission Zone)
Die Londoner Low Emission Zone umfasst einen großen Teil des Großraums London. Die genaue Einstufung eines Wohnmobils hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von Fahrzeugklasse, Gewicht und Emissionsstandard.
Da Wohnmobile nicht immer eindeutig einer Fahrzeugkategorie zugeordnet werden, empfiehlt sich vor Reiseantritt die Prüfung über den offiziellen Fahrzeugcheck von Transport for London (TfL).
London ULEZ (Ultra Low Emission Zone)
Die ULEZ umfasst inzwischen nahezu den gesamten Großraum London.
Derzeit gelten grundsätzlich folgende Emissionsanforderungen:
Fahrzeuge, die diese Anforderungen nicht erfüllen, müssen in der Regel mit einer täglichen Gebühr rechnen.
Clean Air Zones (CAZ)
Auch andere Städte verfügen über sogenannte Clean Air Zones. Dort können für ältere oder nicht konforme Fahrzeuge zusätzliche Gebühren anfallen.
Die Regelungen unterscheiden sich je nach Stadt. Deshalb sollte jede geplante Einfahrt vorab über die offiziellen Informationsseiten geprüft werden.
Die Oldtimer-Regel
Für historische Fahrzeuge bestehen in Großbritannien teilweise Ausnahmen von Umweltzonenregelungen.
Häufig wird dabei eine Altersgrenze von 40 Jahren zugrunde gelegt. Ein deutsches H-Kennzeichen allein führt jedoch nicht automatisch zu einer Anerkennung als historisches Fahrzeug nach britischen Regelungen.
Deshalb sollte die Einstufung eines Oldtimer-Reisemobils vor Reiseantritt bei den zuständigen Stellen geprüft werden.
Wichtiger Hinweis zur Registrierung
Auch wenn ein Fahrzeug die Anforderungen erfüllt oder möglicherweise von Gebühren befreit ist, empfiehlt sich bei Fahrten nach London eine vorherige Registrierung bzw. Überprüfung bei Transport for London.
Da ausländische Kennzeichen nicht immer automatisch korrekt zugeordnet werden können, lassen sich so unnötige Gebühren oder Bußgelder vermeiden.
Gewichtsschwellen und Fahrzeugklassen
Das zulässige Gesamtgewicht eines Wohnmobils kann Einfluss haben auf:
Tempolimits
Umweltzonen
Mautgebühren
Streckenbeschränkungen
Fährpreise
Bis 3,5 Tonnen zGG
Für viele Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gelten ähnliche Regelungen wie für Pkw.
Über 3,5 Tonnen zGG
Für schwerere Wohnmobile können abhängig von Fahrzeugklasse und Zulassung abweichende Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten.
Da die britischen Regelungen nach Fahrzeugart unterscheiden, sollten die konkreten Tempolimits für das eigene Fahrzeug vor Reisebeginn geprüft werden.
Fahrzeugabmessungen
Gerade bei größeren Reisemobilen sollten auch Höhe, Breite und Länge berücksichtigt werden.
Viele britische Parkplätze verfügen über:
Höhenbegrenzungen
schmale Zufahrten
begrenzte Stellplatzlängen
Dies betrifft insbesondere Küstenregionen, Nationalparks und Innenstädte.
Besonderheiten für Oldtimer-Reisemobil
Das zulässige Gesamtgewicht eines Wohnmobils kann Einfluss haben auf:
Bis 3,5 Tonnen zGG
Für viele Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gelten ähnliche Regelungen wie für Pkw.
Über 3,5 Tonnen zGG
Für schwerere Wohnmobile können abhängig von Fahrzeugklasse und Zulassung abweichende Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten.
Da die britischen Regelungen nach Fahrzeugart unterscheiden, sollten die konkreten Tempolimits für das eigene Fahrzeug vor Reisebeginn geprüft werden.
Fahrzeugabmessungen
Gerade bei größeren Reisemobilen sollten auch Höhe, Breite und Länge berücksichtigt werden.
Viele britische Parkplätze verfügen über:
Dies betrifft insbesondere Küstenregionen, Nationalparks und Innenstädte.
Wildcamping und Freistehen
In England gibt es kein allgemeines Recht, mit dem Wohnmobil frei in der Natur oder auf öffentlichem Grund zu übernachten.
Ob eine Übernachtung zulässig ist, hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:
Nationalparks
In vielen Nationalparks wird das Übernachten außerhalb offizieller Stell- oder Campingplätze zunehmend eingeschränkt oder kontrolliert.
Parken über Nacht
Beim Parken sind die örtlichen Schilder entscheidend.
Schilder wie:
sollten unbedingt beachtet werden.
Kommunen und private Parkplatzbetreiber können Verstöße mit Gebühren oder Bußgeldern ahnden.
Kein Campingverhalten zeigen
Wenn eine Übernachtung toleriert wird, sollte man möglichst unauffällig bleiben:
Leave No Trace
Der Grundsatz „Leave No Trace“ wird in England sehr ernst genommen. Wer außerhalb offizieller Plätze übernachtet, sollte die Umgebung genauso sauber verlassen, wie sie vorgefunden wurde.
Pub-Camping und Brit Stops
Eine beliebte Alternative zum klassischen Campingplatz sind Pubs und landwirtschaftliche Betriebe, die Übernachtungsmöglichkeiten für Reisemobile anbieten.
Netzwerke wie „Brit Stops“ funktionieren ähnlich wie das deutsche Landvergnügen.
Straßenverkehr und Fahrpraxis
Linksverkehr
Nach kurzer Eingewöhnung ist das Fahren auf der linken Straßenseite meist unkompliziert.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern:
Kreisverkehre
mehrspurige Straßen
schmale Landstraßen
Kreisverkehre
Im Kreisverkehr wird im Uhrzeigersinn gefahren.
Fahrzeuge im Kreisverkehr haben grundsätzlich Vorfahrt.
Beim Verlassen des Kreisverkehrs wird links geblinkt.
Enge Landstraßen
Abseits der Hauptverkehrsachsen sind viele Straßen schmal, kurvig und von Hecken oder Steinmauern gesäumt.
Vor allem in ländlichen Regionen gibt es häufig einspurige Straßen mit sogenannten „Passing Places“ (Ausweichbuchten).
Wer langsamer unterwegs ist, sollte schnelleren Verkehr bei nächster Gelegenheit passieren lassen.
Tanken in England
Kraftstoff
Der Standardkraftstoff heißt „Unleaded 95“.
Oldtimerfahrer sollten prüfen, ob ihr Fahrzeug diesen Kraftstoff verträgt oder ob besser „Super Unleaded 97/99“ verwendet werden sollte.
Preisangaben
Kraftstoffpreise werden üblicherweise in Pence pro Liter angegeben.
Beispiel:
145,9p = 1,459 £ pro Liter
Bezahlung
Die meisten Tankstellen akzeptieren Kreditkarten und kontaktlose Zahlungen.
In abgelegenen Regionen können Öffnungszeiten eingeschränkt sein.
Fähre oder Eurotunnel
Eurotunnel (Le Shuttle)
Fahrzeit etwa 35 Minuten
Fahrzeug bleibt während der Überfahrt besetzt
Gasflaschen müssen gemäß den Vorgaben des Betreibers geschlossen sein
Fahrzeugmaße müssen bei der Buchung korrekt angegeben werden
Fähre
Fahrzeit meist etwa 90 Minuten
häufig etwas günstiger
Möglichkeit, das Fahrzeug während der Überfahrt zu verlassen
Auch hier müssen die Fahrzeugabmessungen korrekt angegeben werden.
Bezahlen in England
England zählt zu den Ländern mit einer sehr hohen Kartenzahlungsquote.
Selbst kleine Beträge lassen sich meist problemlos bezahlen mit:
Kreditkarte
Debitkarte
Apple Pay
Google Pay
Etwas Bargeld für Notfälle oder einzelne ländliche Betriebe kann dennoch sinnvoll sein.
Strom und Gas
Strom
Auf Campingplätzen wird in der Regel der bekannte blaue CEE-Anschluss verwendet.
Für normale britische Steckdosen wird ein Typ-G-Adapter benötigt.
Gas
Britische Gasflaschen verwenden andere Anschlüsse als deutsche Flaschen.
Wer längere Reisen plant, sollte die Gasversorgung daher vorab planen oder passende Adapterlösungen mitführen.
Einreise
Vor Reiseantritt sollten die aktuellen Einreisebestimmungen geprüft werden.
Derzeit benötigen deutsche Staatsangehörige grundsätzlich:
Da sich Einreisebestimmungen ändern können, empfiehlt sich die Kontrolle der aktuellen Vorgaben über offizielle britische Stellen.
Reisen mit Haustieren
Für Hunde und andere Haustiere gelten besondere Vorschriften, beispielsweise zu:
FAZIT
England bietet hervorragende Bedingungen für Reisen mit dem Wohnmobil – von Cornwall über die Cotswolds bis zum Lake District und den schottischen Highlands.
Wer vor Reiseantritt die Umweltzonen prüft, sein Fahrzeug gegebenenfalls registriert, die aktuellen Einreisebestimmungen kontrolliert und die örtlichen Park- und Übernachtungsregeln beachtet, kann die Reise entspannt genießen.
Bei Oldtimer-Reisemobilen sollten mögliche Sonderregelungen frühzeitig mit den zuständigen Behörden abgeklärt werden. So lassen sich unnötige Gebühren vermeiden und die Reise verläuft deutlich entspannter.
FAQ – England
Rechtlicher Hinweis
Verkehrs-, Umweltzonen-, Park- und Campingvorschriften können sich ändern und werden teilweise regional oder kommunal geregelt. Ebenso können sich Einreisebestimmungen, Sicherheitslagen sowie offizielle Reise- und Sicherheitshinweise kurzfristig ändern. Informieren Sie sich daher vor jeder Reise über die aktuellen Reisewarnungen und Sicherheitshinweise der zuständigen Behörden und offiziellen Informationsportale.
Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernommen werden. Informieren Sie sich vor Reiseantritt zusätzlich bei den zuständigen Behörden und offiziellen Informationsportalen über die aktuelle Rechtslage sowie die geltenden Reise- und Sicherheitsbestimmungen.
MUST HAVES ENGLAND
Erstellt: 17.06.2026
Letzte Änderung: 17.06.2026