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Zum WhatsApp Camper KanalReisemobil & Wohnwagen einmotten –
Ratgeber für die Winterpause
Wenn im Herbst die letzte Reise vorbei ist, beginnt für viele Campingfahrzeuge eine längere Pause. Einfach abstellen und bis zum Frühjahr vergessen ist allerdings keine gute Idee. Wasserreste können gefrieren, Batterien sich entladen und Feuchtigkeit kann sich im Innenraum festsetzen.
Wer Reisemobil oder Wohnwagen sorgfältig einmottet, erspart sich deshalb manche unangenehme Überraschung zum Saisonstart. Entscheidend sind vor allem eine trockene Wasseranlage, geladene Batterien, ein gut belüfteter Innenraum und ein geeigneter Stellplatz.
Erklärung
Einmotten bedeutet mehr als gründliches Putzen. Das Campingfahrzeug wird so vorbereitet, dass Technik, Möbel und Aufbau mehrere Monate möglichst schadlos überstehen.
Am Anfang steht eine gründliche Reinigung innen und außen. Lebensmittel, Getränke und andere verderbliche Vorräte kommen aus dem Fahrzeug. Gerade eine vergessene Packung Nudeln oder ein paar Krümel in der Schublade können Mäuse und andere ungebetene Wintergäste anlocken. Auch Markise oder Hubdach sollten sauber und vollständig trocken sein, bevor sie geschlossen werden.
Im Innenraum wird der Kühlschrank geleert, abgetaut und gereinigt. Seine Tür bleibt anschließend einen Spalt offen. Gleiches kann für Schränke und Staufächer sinnvoll sein, damit Luft zirkulieren kann. Polster stehen am besten so, dass Luft an möglichst viele Flächen gelangt.
Besonders wichtig ist die Wasseranlage. Frischwasser-, Abwasser- und gegebenenfalls separate Spültanks werden vollständig entleert und nach Herstellerangaben gereinigt. Auch Boiler, Leitungen, Pumpen und Toilettensystem dürfen bei Frost kein Wasser enthalten. Geöffnete Ablassventile und Wasserhähne helfen dabei. Mischarmaturen stehen dabei üblicherweise zwischen Warm- und Kaltstellung. Welche Schritte für das jeweilige Fahrzeug erforderlich sind, richtet sich nach der verbauten Wasseranlage.
Auch Batterien mögen monatelanges Nichtstun nur bedingt. Starter- und Aufbaubatterie sollten geladen in die Winterpause gehen und während der Standzeit entsprechend der Batterietechnik und den Herstellerangaben kontrolliert beziehungsweise nachgeladen werden. Ein geeignetes Erhaltungsladegerät kann dabei helfen.
Bei der Gasanlage werden die Verbraucher ausgeschaltet und die Flaschenventile geschlossen. Ob Gasflaschen während der Standzeit im Fahrzeug verbleiben können, richtet sich nach Fahrzeug, Abstellplatz und Herstellerangaben. Werden Flüssiggasflaschen separat gelagert, müssen sie in Deutschland unter anderem aufrecht, gut belüftet und oberhalb der Erdgleiche stehen. Keller und Schlafräume sind dafür nicht geeignet.
Schließlich verdienen Reifen und Fahrwerk Aufmerksamkeit. Der Reifendruck wird nach den Vorgaben des Fahrzeug- beziehungsweise Reifenherstellers eingestellt. Auf einem sicheren, ebenen Abstellplatz lässt sich das Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Bei längeren Standzeiten wird häufig empfohlen, die Feststellbremse nicht dauerhaft angezogen zu lassen, sofern eine andere sichere Sicherung möglich ist.
Anwendungsbeispiele beim Camping
Ein klassischer Fall ist das Reisemobil, das von Oktober bis zum Frühjahr unter einem Carport steht. Hier stehen Frostschutz, Batteriezustand und regelmäßige Kontrollen im Mittelpunkt.
Beim Wohnwagen auf einem Saisonstellplatz spielt dagegen häufig Feuchtigkeit eine größere Rolle. Ein sauberer Innenraum, gut belüftete Polster und freie Zwangsbelüftungen helfen dabei, muffigen Geruch und Feuchteschäden zu vermeiden.
Steht das Fahrzeug draußen, kann eine geeignete atmungsaktive Schutzhülle zusätzlichen Wetterschutz bieten. Wichtig bleibt, dass vorgeschriebene Lüftungsöffnungen nicht verschlossen werden.
Vorschriften und Sicherheitshinweise
Bei Reisemobilen gehört zusätzlich ein Blick auf das Basisfahrzeug dazu. Kühlmittel und Scheibenwaschanlage benötigen ausreichenden Frostschutz; Wartung und Flüssigkeitsstände richten sich nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers.
Bei einem Saisonkennzeichen gilt in Deutschland: Außerhalb des eingetragenen Betriebszeitraums darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen gefahren oder dort abgestellt werden. Fällt die Hauptuntersuchung in diesen Ruhezeitraum, ist sie im ersten Monat des nächsten Betriebszeitraums nachzuholen.
Auch während der Winterpause bleiben vorgeschriebene Zwangsbelüftungen offen. Schutz vor Mäusen oder Insekten darf diese Öffnungen nicht außer Funktion setzen.
Hinweis: keine Rechtsberatung; regionale Unterschiede möglich.
FAZIT
Ein gut vorbereitetes Campingfahrzeug braucht im Winter vor allem Trockenheit, Belüftung und etwas Aufmerksamkeit. Die wichtigsten Punkte sind eine vollständig entleerte Wasseranlage, gepflegte Batterien sowie ein sauberer und trockener Innenraum. Gelegentliche Kontrollen während der Standzeit helfen, Feuchtigkeit, Schädlingsspuren oder andere Probleme frühzeitig zu entdecken. Dann beginnt die neue Campingsaison meist deutlich entspannter.
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Erstellt: 14.09.2026
Letzte Änderung: 14.09.2026